Daisy Bell Remix

12. November 2010

Screenshot: "Daisy Bell" von Harry Dacre

Screenshot: "Daisy Bell" von Harry Dacre

Aaron Koblin und Daniel Massy haben eine neue Version des Stückes „Daisy Bell“ produziert. Das Stück wurde 1892 von Harry Dacre geschrieben und 1962 durch John Kelly, Max Mathews und Carol Lockbaum bekannt, da es von der ersten computergenerierten Gesangsstimme gesungen wurde (Computer: IBM 704).
In Anlehnung an eine Textzeile wurde unter dem Projektnamen „Bicycle Built For 2,000“ mehr als 2000 menschliche Stimmschnipsel im Internet gesammelt und zu einer neuen Version zusamengesetzt. Die Teilnehmer wurden gebeten sich online sich zunächst einen Klang- bzw. Stimmsample anzuhören, das Gehörte stimmlich zu imitieren und ins Netz zu laden, ohne zu wissen wofür es später verwendet wird. Das Ergebnis ist eine im Timing etwas schwammig wirkende, aber eindeutig wiedererkennbare Version von „Daisy Bell“.

Projekt: www.bicyclebuiltfortwothousand.com

Video: Bicycle Built for Two Thousand from Aaron Koblin on Vimeo

Advertisements

Remixer aufgepasst!

21. Oktober 2009

Habe gerade eine interessante iPhone Applikation im Netz gesehen.
Angekündigt als „the HOTT!!!-est iPhone music app since t-pain‘s autotune!“

FLYP’T

Flyp't
Flyp’t

Zunächst muss man sich Musik für diese neue Applikation im zugehörigen FLYP’T-Store online herunterladen und auf dem iPhone speichern. Diese Titel kann man während des Abspielens remixen und eine eigene Version erstellen. Musikbearbeitung erscheint hier eben so intuitiv, wie mit Ableton’s LIVE, dem Serato Scratch, der Akai MPC oder dem Pioneer CDJ-2000, aber sehr abgespeckt. Mit wenigen Tastendrucken ist man in Lage Musik-Samples einzuspielen und zu manipulieren.  In dem Promotion-Video klingt das auch alles so, als ob das Programm das gewollte Timing erkennt. Der so entstandene Remix kann auf dem iPhone gespeichert werden. Wenn man die Bearbeitung für so gelungen hält, dass man sie vorzeigen möchte, geht das auch, indem man sie auf der FLYP’T-Seite veröffentlicht. In wie weit die Ergebnisse sich für die öffentliche Wiedergabe in einem Klub eignen ist im Video nicht hörbar. Auch ist unklar, ob eigene Produktionen geladen und verwendet werden können. Als Spielerei für unterwegs ist Flyp’t wohl ganz nett, aber die Musik und den Umgang mit ihr wird wohl nicht revolutioniert.

Angeblich sollen alle grossen Musikfirmen mit an Board dieses Projektes sein, sodass es erst einmal einen Grundstock zum Remixen geben wird. Veröffentlichungstermin soll der 26. Oktober sein. Die App soll $1,99 kosten und Musik gibt’s für $0,99 das Stück.
Die Klangqualität des Videos ist leider schlecht, aber man bekommt einen Eindruck, was mit dieser App möglich ist.

Quellen:
http://www.flypt.net/
http://www.datzhott.com/2009/10/21/the-flyp%E2%80%99t-remix-iphone-app/
http://globalgrind.com/content/1077986/THE-FLYPT-REMIX-IPHONE-APP/

Grafik:
http://www.flypt.net/grafika/bg.jpg