beispiel für neue vermarktungsmöglichkeit

12. Oktober 2009

der allseits beliebte t-pain, der auch häufiger in unseren seminar-runden erwähnt wurde, macht finanziell gesehen offenbar ziemlich viel richtig.
sein alleinstellungsmerkmal „autotune“ (das in meinen augen seit kraftwerks vokoderausflügen oder roger troutmans talkbox-jams eigentlich garkeins mehr ist – spätestens aber seit daft punk komplett durch sein soltte) vermarket er seit neuem sehr geschickt in form eines itunes apps.

hier handelt es sich natürlich um ein ziemlich einzigartiges „gimmick“. allerdings kann man natürlich, gerade wenn es soundmäßig noch stärkere spezialisierungen (oder vereinfachungen) gibt, für alle möglichen musikformen hardware/software anbieten:

  • spezialanfertigungen der instrumente, die den sound des aktuellen albums „simulieren“
  • software die z.b. genau die gitarrenverzerrung des gitarristen simuliert

in meinen augen ist auch ein phänomen zu beobachten, das sich weniger auf die musik bezieht. hier geht es eher um die kleidung, die ja in jedem massentauglicherem „musiktrend“ eine rolle spielt. bisher gibt es natürlich schon immer

  • merchandise wie z.b. bandshirts
  • musiker die eigene klamottenlinien herausbringen

ich habe das gefühl, je spezieller der künstler (oder sollte ich besser entertainer sagen) sich für den moment musikalisch oder visuell präsentiert, umso besser lässt sich dann über die musik hinaus geld verdienen. als beispiel für die visuelle vermarktung an dieser stelle „die atzen“, eine gruppe von berlinern, die nach eigener aussage schlager, techno und rap kombinieren.
sie betreiben einen eigenen onlineshop, wo sie t-shirts, brillen, hosenträger und andere accesoires verkaufen. ihre konzerte werden offensichtlich zu regelmäßig zu einer großen verkleidungsparty, wo man als fan dann vermutlich mit den originalprodukten aufschlägt, bzw. sie vor ort erwerben kann … wer es aushalten kann:

im übrigen hätte ich nie gedacht, dass es eine neue schlagergeneration geben wird. ich dachte immer, das wäre in der generation über uns abgehakt gewesen …

meine these also: je spezieller die idee, der sound oder das aussehen des künstlers umso besser kann er mit „nebenprodukten“ geld verdienen.

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