der „Wucher“ der GEMA

18. Juni 2009

Was tun wenn CD-Verkäufe nix mehr einbringen? Na dann sucht man sich andere Einnahmequellen!

Das haben nicht nur die Plattenfirmen und Musiker inzwischen begriffen – auch die GEMA scheint darüber gestolpert zu sein!

So fordert die GEMA nun eine Beteiligung am letzten profitablen Sektor im Musikgeschäft: dem Geschäft mit Live-Musik.

Bislang müssen die Konzertveranstalter nicht allzuviel Umsatz an die GEMA abgegeben, bis 2014 möchte diese ihren Anteil an den Umsätzen der Konzertveranstalter aber deutlich steigern: 10 % der Einnahmen sollen dann an die Verwertungsgemeinschaft fließen.

Zur Zeit staffeln sich die Abgaben anch der Größe des Konzerts. So muss für Veranstaltungen mit bis zu 3.000 Zuschauern 1,9 % der Einnahmen an die GEMA fließen. Bei einer Show mit bis zu 15.000 Besuchern sind es 1,5%, darüber liegt man bei 3,6%.

Da diese Abgaben laut GEMA unangemessen niedrig seien, ist nun ein plus von 14% (bis 2014) geplant!

Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft (idkv), bezeichnet dies als Wucher. Es ist wohl offensichtlich das die GEMA nur deshalb auf diese Erhöhung gekommen ist, weil die Einnahmen durch CD-Verkäufe stark eingebrochen sind.

Ein paar Beispiele: Während nach Angaben der Verbände die Autorenvergütung bei einem beispielhaften Rockkonzert mit 1.200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liege, wolle die GEMA die Vergütung bis 2014 auf 2.580 Euro erhöhen. Bei einem Konzert mit 5.000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro sollen es künftig 18.000 Euro statt wie bisher 3.370 Euro sein.

Ein Angebot des Verbandes für eine moderatere Erhöhung der Beteiligung, hat die GEMA abgelehnt.

Tja, Geld regiert die Welt,- auch die GEMA ist nur ein Wirtschaftsunternehmen.

Allerdings regt sich Widerstand:

Es wurde eine Petition beim deutschen Bundestag eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe. Das Thema wird nur auf die Tagesordnung unseres Parlaments kommen, wenn bis 17. Juli 2009 – 50.000
Unterschriften zusammen kommen.

Am 14. Juni 2009 waren es knapp 3.500 Unterschriften. Sollte es nicht geschafft werden die 600% Erhöhung der GEMA Gebühren für Konzerte zu stoppen, werden weniger Clubs weniger Konzerte veranstalten wollen.

Hier der Link zur Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517

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