Copyleft

12. Mai 2009

Datei:Copyleft.svgDas Copyleft im Gegensatz zum Copyright© erzwingt die Freiheit des Urwerkes. Es beschreibt in welcher Form Änderungen gemacht werden dürfen, und wie die Werke, die aus einem freien Urwerk entstanden sind, lizenzrechtlich zu behandeln sind. Das Copyleft gibt also ein Werk grundsätzlich frei, regelt aber die Bedingung der Weitergabe (z.B. nicht-kommerziell) und die Bedingung der Weitergabe der Folgewerke eines Urwerks. D.h., dass der Schaffer des Urwerks auf Grund seinen Urheberrechtes alle späteren Bearbeitungen und Einbindungen seines Urwerkes in anderen Werken (Sampling, Mashup, Remix, etc.) seine Lizenz „aufzwingen“ kann. Jeder der das Urwerk benutzt, muss das Folgewerk also unter derselben Lizenz herausbringen. Während das Copyright nur die Exklusivrechte der Urheber schützt, indem es alle Anderen unter Strafandrohung davon ausschließt, beschützt das Copyleft die Freiheit aller Anderen, urheberrechtlich geschützte Werke praktisch so zu benutzen, als gäbe es kein Urheberrecht.

Für Musik ist die am häufigsten gebräuchlichste Copyleft-Lizenz die Creative Commons („schöpferisches Gemeingut „)- Lizenz. Die CC-Lizenz ist modular aufgebaut. Der Künstler kann sich sozusagen seine Bedingungen für sein Werk selbst zusammenstellen.

Die Grundmodule sind folgende:

by: Namensnennung: Der Name des Autors muss genannt werden.

nc: Nicht kommerziell: Das Werk darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden, womit nach EU-Recht auch der Verkauf zum Selbstkostenpreis verboten wird.

nd: Keine Bearbeitung: Das Werk darf nicht verändert werden.

sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen: Das Werk muss – auch nach Veränderungen – unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden.

Zusätzlich gibt es neuerdings ein Modul das abgeleitete Werke nur in Form von Sampling oder Mashups erlaubt (Interessant für eine kommerziellen Vermarktung, bei der der Künstler trotzdem anderen Künstlern das Sampeln und Vermarkten offen lassen will, aber keinen Mix o.ä. will).

Aus diesen Modulen lassen sich recht interessante Lizenzen zusammensetzen: Z.B.

by-nc-nd : Namensnennung, nicht-kommerziell, keine Bearbeitung

oder

by-nc-sa: Namensnennung, nicht-kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

oder einfach nur

by: Namensnennung (sonst ist alles erlaubt! Weitergehender Rechtsverzicht)

Der CC-Lizenztext muss immer auf das länderspezifischen Urheberrecht angepasst werden, damit es international vergleichbar ist. Copyleft ist eine wunderbare Idee für Leute, die ihre Werke frei zugänglich machen wollen, aber trotzdem noch immer einige Bedingungen dazu stellen wollen, um sicherzugehen, dass mit ihren Werken noch in einen bestimmten Rahmen umgegangen wird (nicht kommerziell, Name, etc.).

Btw:
Creative Commons License
Copyleft von Ruben Hittmeyer steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

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