Gebt dem Kind einen Namen: Fun Music
27. Februar 2013
Es wurden ja schon verschiedene Beiträge zu diesem Thema geposted …
http://www.arte.tv/de/mit-der-fun-music-objekte-haben-eine-seele/7282782.html
Isle of Tune
20. Dezember 2010
Sim City mal ganz anders:
tiefschwarz über technik & so
16. April 2010
hier geht’s um die zukünftige dj-technik, den tod des vinyls und wie sich alles so in den letzten jahren entwickelt hat – interessant:
The Death Of MySpace…
7. April 2010
Ist MySpace ein Auslaufmodell? Ist MySpace gar schon tot? Was ist mit dem Traum junger Bands und aufstrebender Musiker? Weltberühmt über Nacht, so hieß es, per MySpace in die Herzen und auf die Computerboxen der Webgemeinde… Die Geschichten hallen noch nach: Arctic Monkeys – waren das nicht die Jungs, die auf MySpace schon hunderttausende Fans hatten bevor überhaupt ein Plattenlabel auf sie aufmerksam geworden war? War diese englische Band nicht eine der ersten, die quasi an der Brust des Internet aufgezogen und von den ersten Web 2.0-Jüngern auf den Thron des Rock’n'Roll erhoben wurden? Ja, sie hatten es geschafft, denn damals hat MySpace noch den Takt angegeben, Trends geprägt und Träume geschaffen und dabei die Musikindustrie nicht unwesentlich gesteuert. Ist dieser Traum nun ausgeträumt?
Das Phänomen lebt natürlich weiter. Es ist ja nicht so, dass die jungen Musikfans auf einmal wieder in die Plattenläden rennen würde um dort für ehrliches Geld CDs und Platten zu erstehen. Das Internet als Musikabsatzmarkt boomt mehr denn je. Ob kommerziell oder illegal: Musik wird im Netz konsumiert. Zwar werden die Songs der angesagten Musiker heute nicht mehr besessen, sondern geteilt. Es wird immer weniger “downgeloaded” und stattdessen “gestreamt” und “gebroadcastet”, doch stattfinden tut Musik immer noch auf den entsprechenden Portalen in den Weiten des Internets. Immer seltener steht dabei allerdings MySpace im Fokus.
MySpace hat heute vor allem eine Funktion: Es bietet Künstlern und möchtgern Künstlern freien Webspace und eine Plattform zur Selbstdarstellung. Natürlich hat heute immer noch jeder der etwas auf sich hält eine MySpace-Seite – zumindest jeder Musiker. Die Profile lassen sich “customizen” und individuell nach den Vorlieben des Users gestalten. Viel leichter als eine eigene Homepage und billiger. Dies ist eine Stärke von MySpace und gleichzeitig eine Schwäche, denn so wird das ohnehin komplizierte MySpace immer unübersichtlicher. Wie soll sich denn der interessierte Musikfan bei dieser Vielfalt noch entscheiden, wie findet man sich hier überhaupt zurecht? Immer mehr Konsumenten sparen sich die ungemütliche Suche und begeben sich vertrauensvoll in die Hände eines Webradios ihrer Wahl. Auf die Profilseiten bei MySpace verirrt sich der geneigte User erst wieder, wenn ihm die entsprechende Musik über andere Kanäle zu Gehör gekommen ist. Wenn der Künstler also schon einen gewissen Bekanntheitsgrad hat.
Einen internen MySpace-Kosmos gibt es kaum noch. Als Socialnetwork ist MySpace tot, längst durch die Facebooks und LastFMs dieser Welt abgelöst. Die 5000 mühsam “geaddeten” Fans – nichts mehr wert, die letzten zehn Kommentare auf der Profilseite – nur Werbung. Liest sowieso keiner, ist ja keiner da! MySpace ist ein Geisterdorf und bündelt eine schier unglaubliche Fläche an totem Webspace. Last Login: März 2009!
MySpace hängt am Tropf der Künstler. Die Plays und Profilaufrufe der Lady Gagas und Kings Of Leons sichern das Überleben des Geisterdorfs. Um den Traum vom Rock’n'Roll 2.0 leben zu können werden allerdings die Kleinen ihren Platz räumen und in andere Gefilde des Internets tauchen. Facebook heißt sie gerne willkommen!
Käsefondue meets Streamingboom
13. Januar 2010
Donnerstag Nacht, drei Uhr. Das kleine Zimmer ist verqualmt, auf dem Schreibtisch türmen sich leere Bier- und Sektflaschen, der Aschenbecher ist bis zum Anschlag gefüllt und über den Boden kullern kryptische Bleifiguren. Ein angebranntes Käsefondue steht in der Gegend rum und trägt eine eigene Geruchs-Note zu dem Abend bei. Es ist Silvester.
Ungefähr 20 Tanzwütige springen über Couch und Sessel und bewegen sich ausgelassen zu ohrenbetäubender Elektromusik, die aus der Anlage schallt. Am Ende des Zimmers, direkt neben dem Sektflaschenturm, steht ein Notebook. Zwei wild mit den Beinen wippende Partygäste stecken die Köpfe zusammen und spielen DJ. Doch statt über Turntables oder CD-Player, statt per i-Tunes-Playlist oder Mp3-Stick, kommt die Musik heute direkt aus dem Web. Circa zehn Tabs sind geöffnet und es warten verschiedenste Remixes darauf gespielt zu werden. Youtube-Dejaying könnte man dieses Phänomen taufen. Die Datenbank dieses Videoportals hat einfach mehr und vor allem aktuelleres zu bieten, als die Festplatte des Partygastgebers. Musik wird in dieser Nacht gestreamt. Von Youtube, genauso wie bei all den anderen Anbietern. Ob MySpace, LastFM oder Deezer, alle tragen etwas bei zum Silvestersoundtrack.
Und tatsächlich ist besagtes Streaming nicht nur eine Art der Musikrezeption, die Einzug gehalten hat auf verrauchte Privatparty, sondern eine gängige Methode Musik zu hören, es ist etwas Alltägliches. Laut einer britischen Studie der Marktforscher von Music Ally nutzen Kinder und Jugendliche heute immer weniger Tauschbörsen, um an ihre Musik zu kommen. Musik wird stattdessen direkt über Streaming- und Videoportale im Netz gehört. Bei einer Anwender-Befragung stellte sich heraus, dass die Zahl regelmäßiger Tauschbörsen-Nutzer von Dezember 2007 bis Januar 2009 um etwa ein Viertel zurückging. Besonders extrem ist die Entwicklung in der Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren. Vor etwas über einem Jahr noch gaben 42 Prozent an regelmäßig Filesharing-Plattformen zu nutzen. Jetzt waren es nur noch 26 Prozent.
Ein wichtiger Grund für die Entwicklung besteht darin, dass viele User Songs herunterluden, die sie aus aktuellem Interesse nur ein oder ein paar Mal hören wollten. Nur warum sollte man Musik illegal downloaden, die ohnehin im Netz frei und immer verfügbar ist. Die Streaming-Seiten stellen hier im Vergleich die deutlich bequemere und auch schnellere Alternative dar. Auch die weitere Entwicklung ist abzusehen. Je weiter sich das Internet verbreitet, je leichter dem User der ständige mobile Zugang gemacht wird und je mehr der einzelne Anwender eigene Daten und Programme online abrufbar speichert, desto mehr wird sich auch die Musikrezeption in Richtung der Onlineportale verlagern. Die Musikindustrie freut sich an dieser Entwicklung, denn auf Seiten wie Youtube oder Last.fm sind die großen Plattenfirmen an den Werbeeinnahmen beteiligt.
Den Partygästen ist es egal, ob die Musik gestreamt oder downgeloaded ist. An die schlechte Mp3-Qualität hat man sich längst gewöhnt. Es ist sowieso vor allem laut. Am Neujahrstag finden sich einige der gespielten Tracks als Anhänge von Facebook-Pinnwand-Einträgen im Netz verlinkt wieder. Man erinnert sich. Doch so richtig nachhaltig ist der Musikkonsum über Streaming-Portale wohl nicht. Schnell und neu und aktuell, ja. Aber vieles bleibt ein einmaliges Hörvergnügen, vieles geht verloren, vor allem der Überblick.
James Dean 3.0
8. Januar 2010
Die Hamburger Indierock-Ritter THE KNIGHTS holen aus zum nächsten Ritterschlag. Zu ihrem Song “James Dean” gibt seit einigen Monaten in den einschlägigen Web-Portalen bewegte Bilder zu sehen. Ein Hochglanz-Videoclip, der Musik mit Mode verknüpft und zeigt, wie das Internet den kleinen Bands auf die große Bühne verhelfen kann. Das Video bricht mit Konventionen des Musikfernsehens und inszeniert Musik und Band modern im internetgeprägten Gewand des 21. Jahrhunderts. Interaktiv und kreativ.
Es sind Zeiten in denen die erste große Bühne nicht mehr aus Brettern gezimmert ist, sondern aus Blogs und Videoportalen besteht, in denen junge Bands oft mehr Zeit bei MySpace verbringen als im Proberaum. Zeiten, in denen Vermarktungstalent und Promotionkenntnisse fast genauso wichtig sind wie gute Songs. In dem Musikvideo werden diese Entwicklungen skizziert und es finden sich immer wieder Anspielungen auf jene Internetportale, die die heutige Musikrezeption so entscheidend prägen. Das Video springt von Perspektive zu Perspektive, zeigt wie die Band in einem Loft, in einer Tiefgarage und auf einer Modenschau rockt. Darüber hinaus springt das Video auf dramaturgischer Ebene, wechselt zwischen Einstellungen, die der einfachen Realität des Musikclips entsprechen und Momenten, in denen sich das Geschehen gewissermaßen selbst zitiert. Sequenzen des Clips werden da in Form von Youtube-Videos dargestellt oder als Teil eines Internetblogs abgebildet.
Neben der Thematisierung des Internets im allgemeinen, wie es Einfluss hat auf die Musikrezeption, genauso wie auf die Musikproduktion, ist besonders der Aspekt der Interaktivität spannend. Natürlich erweckt das Musikvideo nur den Schein von Interaktivität. Der Zuschauer kann nicht wirklich Einfluss nehmen auf das Geschehen des Clips. Das Video ist in diesem Zusammenhang eine Art Attrappe, die einen Vorgeschmack gibt, wie Musikvideos in Zukunft funktionieren könnten. Videos mit einer individualisierten Optik, mit wechselbaren Kameraeinstellungen, bei denen der Rezipient nach seinem persönlichen Geschmack zwischen Perspektiven wechseln kann, quasi selber Regie führt über den Clip.
Zum Abschluss noch ein Geständnis: ja, dieser Blogeintrag ist Eigenwerbung. Ich spiele Gitarre in jener Band, deren Video an dieser Stelle zu ein paar Zeilen motiviert hat.
Und so viel sei verraten wir haben weder eine Plattenfirma im Rücken, noch das Budget um solch ein Video selbst zu finanzieren. Tatsächlich gehört ein bisschen PR-Geschick dazu und viel Glück die richtigen Leute zu treffen, so dass man sich am Ende in Hochglanz auf Film konserviert betrachten darf. Unser Kameramann Felix Storp, stand beispielsweise auch hinter der Kamera für die aktuellen Musikclips von “Udo Lindenberg”, “Nena” und “Ich und Ich”! Glück muss man haben…
Aufbruch in neue Klangwelten?
12. Dezember 2009
Mit einer neuartigen Tastatur sollen dem Musiker mehr Klänge an die Hand gegeben werden, als es mit normalen Keyboards möglich ist. So soll es möglich werden ungewöhnliche Intervalle und Skalen zu spielen, von Oberton- zu Untertonreihen zu wechseln und additive Klangsynthese per Tastendruck zu steuern. Ein Patent dafür ist auch schon angemeldet, allerdings hat es noch keiner gebaut, und man muss sich darüber im Klaren sein, dass hier „nur“ eine Idee für eine Tastatur vorgestellt wird; wie man den oder die dazugehörigen Klangerzeuger ansteuert müsste man sich auch noch ausdenken.
So wie ich das verstehe, wird hier mit der Tastatur kein weiterer Vorschlag zur Oktavteilung angeführt, sondern die 12 Töne pro Oktave der wohltemperierten Stimmung sollen mit 4 weiteren Tonhöhen zwischen den Tönen aufgefüllt werden. Wie das mit den Cents und der Mikrochromatik alles hinhauen soll, habe ich jetzt auch noch nicht so ganz verstanden, aber auf der Website heißt es, dass mittels Tastensystem „rechnerisch komplizierte Intervalle mit absoluter Genauigkeit hörbar“ gemacht werden, und dies eine Idee für eine neuartige Tastatur sei, die „auch für die Musikwissenschaft von großem Interesse sein dürfte…“. Tatsächlich stellt sich die Frage, ob die Ohren in unserem Kulturkreis mit feineren Intervallteilungen überhaupt etwas anfangen können.
Interessant finde ich auch die Vorstellung, additive Klangsynthese per Tastenanschlag steuern zu können. Vielleicht könnte das ja neuartig klingen, oder vielleicht würde es zu einer neuen Spielweise führen, die dann altbekannte Sounds frischer macht. Da könnte man sich doch auch einen etwas einfacheren Controller vorstellen, mit dem man während des Spielens in die Struktur der Klangsynthese eingreifen kann. Das fände ich schon spannend. Vielleicht als Effekt? Oder gibt es dass schon und klingt unspektakulär?
Nicht gerade hip, trotzdem mit Future: www.newkeyboard.de
Locative Art und psychogeographische Musik
3. November 2009
Ich bin heute mehr oder minder zufällig über das Beatmaps Projekt von Facial Removal Service gestolpert, siehe auch hier für interessante Kommentare und Links. Ich muss sagen, ein sehr inspirierendes Projekt, das man zur Locative Art rechnen kann, was wiederum unter Augmented Reality fällt. Also total hip…
Das Prinzip ist im Prinzip simpel und modernste Technik, die man heutzutage ja an jeder Straßenecke nachgeworfen bekommt (wenn man genügend Euro zurückwirft) macht es möglich: Nehme deine GPS-Koordinaten und bilde sie auf irgendetwas ab zum Zwecke der der Steuerung von irgendetwas. Hier: Beats & Loops, aber man kann natürlich auch alles andere nehmen.
Da kamen doch gleich Visionen bei mir auf, allerdings genau die, die Jesse Stiles und Richard Pell (und vor Ihnen auch schon andere, z.B. AudioNomad) gehabt haben. Vor allem sehe ich aber noch eine mögliche Verbindung mit den Situationisten, die mir gerade viel im Kopf rumspuken, und ihrer Idee von Psychogeographie und dérive, heißt: die bewusste Erfahrung (oder besser Ergehung) des urbanen Raums in seinen psychologischen Dimensionen, generell das Aus-, Um- und Neudeuten von Orten und Archtitekturen, u. a. durch zielloses aber absichtsvolles Herumstreifen und Sich-Verirren.
Also los: Die Stadt wird auf sich überlappende Gebiete abgebildet, die jeweils einem Musikstück entsprechen, die Überlappungen sind Cross-Fading-Zonen. Und dann nehme man ein Streaming- und GPS-fähiges device und streife durch die Stadt, gleichsam geisterhaft begleitet durch den Soundtrack, den eine unbekannte Macht (=eine konspirative musikgeographische Geheimgesellschaft o.ä.) ausgelegt hat. Sagen wir: Elektrotracks in Wilhemsburg, Hiphop in Steilshoop, Jazz in Eimsbüttel, Schlager in Norderstedt, Klassik in der Innenstadt, Punkrock in St. Pauli… (es geht natürlich auch origneller…)
Und so ein System wäre sicherlich auch dazu geeignet, die eigene Playlist in Abhängigkeit davon, wo man sich gerade in der Stadt befindet, automatisch zu generieren.
Wer kann iPhone Apps programmieren?!
Remixer aufgepasst!
21. Oktober 2009
Habe gerade eine interessante iPhone Applikation im Netz gesehen.
Angekündigt als “the HOTT!!!-est iPhone music app since t-pain‘s autotune!”
Zunächst muss man sich Musik für diese neue Applikation im zugehörigen FLYP’T-Store online herunterladen und auf dem iPhone speichern. Diese Titel kann man während des Abspielens remixen und eine eigene Version erstellen. Musikbearbeitung erscheint hier eben so intuitiv, wie mit Ableton’s LIVE, dem Serato Scratch, der Akai MPC oder dem Pioneer CDJ-2000, aber sehr abgespeckt. Mit wenigen Tastendrucken ist man in Lage Musik-Samples einzuspielen und zu manipulieren. In dem Promotion-Video klingt das auch alles so, als ob das Programm das gewollte Timing erkennt. Der so entstandene Remix kann auf dem iPhone gespeichert werden. Wenn man die Bearbeitung für so gelungen hält, dass man sie vorzeigen möchte, geht das auch, indem man sie auf der FLYP’T-Seite veröffentlicht. In wie weit die Ergebnisse sich für die öffentliche Wiedergabe in einem Klub eignen ist im Video nicht hörbar. Auch ist unklar, ob eigene Produktionen geladen und verwendet werden können. Als Spielerei für unterwegs ist Flyp’t wohl ganz nett, aber die Musik und den Umgang mit ihr wird wohl nicht revolutioniert.
Angeblich sollen alle grossen Musikfirmen mit an Board dieses Projektes sein, sodass es erst einmal einen Grundstock zum Remixen geben wird. Veröffentlichungstermin soll der 26. Oktober sein. Die App soll $1,99 kosten und Musik gibt’s für $0,99 das Stück.
Die Klangqualität des Videos ist leider schlecht, aber man bekommt einen Eindruck, was mit dieser App möglich ist.
Quellen:
http://www.flypt.net/
http://www.datzhott.com/2009/10/21/the-flyp%E2%80%99t-remix-iphone-app/
http://globalgrind.com/content/1077986/THE-FLYPT-REMIX-IPHONE-APP/
beispiel für neue vermarktungsmöglichkeit
12. Oktober 2009
der allseits beliebte t-pain, der auch häufiger in unseren seminar-runden erwähnt wurde, macht finanziell gesehen offenbar ziemlich viel richtig.
sein alleinstellungsmerkmal “autotune” (das in meinen augen seit kraftwerks vokoderausflügen oder roger troutmans talkbox-jams eigentlich garkeins mehr ist – spätestens aber seit daft punk komplett durch sein soltte) vermarket er seit neuem sehr geschickt in form eines itunes apps.
hier handelt es sich natürlich um ein ziemlich einzigartiges “gimmick”. allerdings kann man natürlich, gerade wenn es soundmäßig noch stärkere spezialisierungen (oder vereinfachungen) gibt, für alle möglichen musikformen hardware/software anbieten:
- spezialanfertigungen der instrumente, die den sound des aktuellen albums “simulieren”
- software die z.b. genau die gitarrenverzerrung des gitarristen simuliert
in meinen augen ist auch ein phänomen zu beobachten, das sich weniger auf die musik bezieht. hier geht es eher um die kleidung, die ja in jedem massentauglicherem “musiktrend” eine rolle spielt. bisher gibt es natürlich schon immer
- merchandise wie z.b. bandshirts
- musiker die eigene klamottenlinien herausbringen
ich habe das gefühl, je spezieller der künstler (oder sollte ich besser entertainer sagen) sich für den moment musikalisch oder visuell präsentiert, umso besser lässt sich dann über die musik hinaus geld verdienen. als beispiel für die visuelle vermarktung an dieser stelle “die atzen”, eine gruppe von berlinern, die nach eigener aussage schlager, techno und rap kombinieren.
sie betreiben einen eigenen onlineshop, wo sie t-shirts, brillen, hosenträger und andere accesoires verkaufen. ihre konzerte werden offensichtlich zu regelmäßig zu einer großen verkleidungsparty, wo man als fan dann vermutlich mit den originalprodukten aufschlägt, bzw. sie vor ort erwerben kann … wer es aushalten kann:
im übrigen hätte ich nie gedacht, dass es eine neue schlagergeneration geben wird. ich dachte immer, das wäre in der generation über uns abgehakt gewesen …
meine these also: je spezieller die idee, der sound oder das aussehen des künstlers umso besser kann er mit “nebenprodukten” geld verdienen.

