Jazz Robots and the Future of Music
6. Juni 2010
Gefunden in einem interessanten Blogbeitrag bei Wire über Musik und künstliche Intelligenz.
tiefschwarz über technik & so
16. April 2010
hier geht’s um die zukünftige dj-technik, den tod des vinyls und wie sich alles so in den letzten jahren entwickelt hat – interessant:
Zukunft des Punks?
5. Februar 2010
Anti Gema Petition
11. Juli 2009
Beim Versuch mich etwas vom Lernen abzulenken, bin ich auf das hier gestoßen:
Freitag endet die Frist einer Online-Petition gegen die Gema. Fast 100.000 Menschen haben schon unterzeichnet, sie fordern, das Handeln der Gema zu prüfen.
Initiert wurde das Ganze von Monika Bestle, Kulturhauschefin aus Sonthofen.
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen…dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.
Begründung
Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.
Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchweg zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.
Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“.
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.
Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat.
All diese Probleme belasten die deutschlandweite Life-Kultur.
Die GEMA wird zunehmend vom „Kultur-Schützer“ zum „Kultur-Vernichter“.
Support Artists & Make Money
1. Juli 2009
Wer bekommt noch einen Plattenvertrag?
Und wie wird man heutzutage als Band erfolgreich?

Die Idee
Jede Band kann sich auf SellaBand.com kostenlos registrieren und eine eigene Seite mit 3 Demosongs einrichten. So genannte „Believer“ können Anteile an diesen Bands kaufen. Ein Anteil (Part) kostet 10$, sind 50.000$ zusammengekommen, geht die Band ins Studio und macht eine professionelle Aufnahme. Die Einnahmen der Cd werden zwischen der Band und ihren „Believern“ geteilt. Außerdem bekommte jeder Anteilträger nach höher ihrer Investitionen noch etwas geboten, von der signierten Cd bis zur Reise ins Studio. SellaBand finanziert sich über die Zinsen des der Anteile, die sich bis zur Aufnahme ansammeln. Bis zur Aufnahme sind alle eingestellten Demosongs für alle Nutzer verfügbar. Es wurde eine Partnerschaft mit der britischen Seite von Amazon.com eingegangen. Nunmehr zeichnet Amazon von jedem Künstler, der US$ 30.000 erreicht, 100 Parts und vertreibt die CDs über die eigene Seite. Außerdem gibt es soziale Netzwerke rund um Sellaband, so hat jeder Believer oder Artist die Möglichkeit sich auszutauschen. Inzwischen gibt es eine reihe von Seiten mit einem ähnlichen Konzept, z.B. formyband.com
Pros
- Jede noch so kleine Band hat die Möglichkeit, ihre Musik vorzustellen und hat die Chance eine professionelle Studioaufnahme zu bekommen.
- Die Believer nehmen an dem Prozess des Musikvertriebes direkt teil und haben einen Einfluss auf ihre Lieblingsband.
- Die Künstler behalten die Kontrolle über ihre Musik.
- Bisher haben 32 Musiker und Bands über die Website jeweils 50.000$ gesammelt.
- Zurzeit sind über 2 Millionen Dollar in Bands investiert.
Cons
- Es gibt Charts auf der Seite, wer bisher am meisten Geld gesammelt hat, wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eher noch mehr bekommen, als die schlechter positionierten Bands.
- Die Bands müssen sich selber vermarkten, Sellaband rät dazu über Medien wie Facebook, Myspace usw. auf sich aufmerksam zu machen.
- Die Believer haben evtl. keinen guten Spürsinn für erfolgreiche Musik.
- Was passiert nach der Plattenaufnahme?
- Von 4.200 Künstlern haben es seit August 2006 erst 32 geschafft, die erforderlichen 50.000$ zu sammeln.
Wahre Künstler – Ware Künstler
22. Juni 2009
Also der Dieter ist der Meinung, dass Live-Gigs die Zukunft sind. Finde ich persönlich ja schon mal nicht verkehrt, ist das doch eigentlich schon immer so gewesen. Das trifft letztendlich für die meisten Musiker zu, während viele prominente Nichtmusiker in der Vergangenheit auch ohne musikalisches Mindesttalent nicht davor zurückschreckten mal schnell mit einem Produzenten eine Platte aufzunehmen und damit auch noch in die Charts kamen.
Leider gibt es inzwischen auch bei Live-Konzerten den Trend zum Vollplayback (was für ein Paradoxon), so dass die natürliche künstlerische Selektion wohl ein frommer Wunsch bleiben wird.
Eine weitere Zukunft für Musiker? Tja, da war doch was… äh darf’s vielleicht ein bisschen Werbung sein? Aber ja doch, logo! Marken, logo!! Markenlogo!!!
Kann man das schöner singen als Christoph & Lollo hier?
Müssen sich Musiker in Zukunft über diesen kleinen Unterschied Gedanken machen:
wahre Künstler oder Ware Künstler?
Zumindest in der Popmusik ist das wohl gar nicht so dramatisch. So war doch schließlich die künstlerische Ästhetisierung des Kommerzes die Keimzelle der Popkultur. Popmusik als ambivalenter Zwitter aus simpler Unterhaltung und Kunst.
Aber zurück zum lieben Geld, das wissen wir alle, steckt immer noch in der Werbung. Die einfachste Art für Musiker ist dabei immer noch das Sponsoring. Einfach ein Markenlogo auf die Eintrittskarte, oder ein Banner über die Bühne und dafür soll der Sponsor dann bitte überweisen.
Ach der Sponsor will inzwischen noch mehr als nur sein Logo präsentieren? Äh, ja also dann …
Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Vielleicht ein kleiner Auftritt in einem Werbespot? Hm, kommt drauf an. Um welche Marke geht es denn? Apple mit dem neuen iPod? Logo! Becks? Logo! Adidas? Logo! Ach so, ein Versicherungsunternehmen, tja … wie viel sagten Sie noch mal, wollen Sie zahlen?
Für viele Musiker mag es eine prinzipielle Frage sein, ob sie sich überhaupt auf Werbung oder ähnliches einlassen wollen. Andere tragen das “I’m a Mac” T-Shirt freiwillig auf der Bühne, ohne dafür auch nur einen Cent zu bekommen. Für die Mehrheit der bekannteren Künstler ist es dagegen eher eine Frage des wie, mit wem, wo, wann, warum und natürlich auch des wie viel.
Für die musikalische wie auch werberische Newcomerin Duffy haben sich all diese Fragen geklärt. Sie hat nach einer Werbekooperation mit Coke light beschlossen, sich in Zukunft wieder voll auf ihre Musik zu konzentrieren und keine Werbung mehr zu machen (hier geht’s zur ganzen Geschichte).
Hat sie damit das Kind aus dem Bad geschüttet?
Mit dieser und vielen ähnlichen Fragen beschäftige ich mich seit geraumer Zeit auf www.popsponsoring.de
International diskutieren kann man das jetzt auch auf www.bands4brands.eu
Ich freue mich auf Euren Input
Cornelius Ringe
Ps: Iggy Pop und die Kfz-Versicherung ist sensationell!
Ich habe neulich ein interessantes Bohlen-Interview bei Johannes B. Kerner gefunden. Darin geht es auch kurz um die „Zukunft der Musik“.
Bohlen sagt darin ganz deutlich, dass man heutzutage mit Plattenverkäufen kein Geld mehr verdienen kann – deswegen gehen jezt auch alle Künstler auf Tournee.
Ist ja eigentlich nix neues, aber die konkreten Zahlen die er nennt sind schon interessant:
Früher, so Bohlen, habe man am Tag 20.000 Platten verkaufen müssen um auf Platz 1 zu kommen. Wenn man heute hingegen nur 2.000 Platten pro Tag verkaufen würde, dann, so meint er, gehe man locker auf Platz 1. Weiter sagt Bohlen, wenn man heute 50 Platten am Tag verkaufen würde käme man schon locker in die Charts.
Ich bin ja wahrlich kein Bohlen-Fan, denn die „Musik“, die er mitunter so verbrochen hat, führt bei mir meist dazu, dass sich meine Fußnägel hochkrempeln, aber seine Einstellung zu den illegalen Downloads ist schon sympathisch.
Junge Menschen aufgrund von illegalen Downloads in die Nähe von Strafbarkeit zu rücken findet er „absoluten Schwachsinn!“
Die Industrie gäbe den Jugendlichen doch erst die Möglichkeiten das zu machen und würde an der Hardware auch mitverdienen. „…wir haben doch früher alle vor unseren Radios gesessen und die Hitparaden aufgenommen! Was machen die denn jetzt anders? Garnix! … du kannst doch den Leuten nicht sagen: hier ist ein Hammer! Aber jetzt hau den Nagel nicht in die Wand!“
Fazit:
Kerner: „Der Künstler soll also einfach seine Musik machen, die soll downgeloadet werden, dann hören es viele, dann geht er eben auf Tournee und wenn sich die Leute das live anhören wollen, dann kostet ne Karte € 45,- und dann holt er sich das Geld da ab.“
Bohlen: „So wird’s sein in der Zukunft!“
Mein Musik(er)alltag 2019
18. Juni 2009
(was mach ich wohl genau jezt in 10 Jahren??? – naja – es könnte z.B. so aussehen:)
Samstag, 22.7.2019 – 23:21 Uhr
…
Ich bin vollkommen durchgeschwitzt. Die Show war anstrengend – ich bin halt auch nicht mehr der jüngste! Dabei hält es einen doch recht fit jeden Abend auf der Bühne den Clown zu machen, zumindest körperlich.
Geistig bin ich erschöpft. Immer kurz vorm Burnout … jeden Tag eine andere Stadt, doch davon sieht man nicht viel. Man hängt die meiste Zeit im Tourbus um rechtzeitig auf der nächsten Bühne anzukommen – Touren ist öde und langweilig – nur der Gig selber ist immer noch etwas besonderes. Dafür leben wir.
Sicherlich, das ging den Bands vor 10 Jahren auch schon so. Doch damals war der Druck noch nicht ganz so groß.
Seit die Musikindustrie sich selbst den Todesstoß versetzte ist aber die Tour (fast) die einzige Möglichkeit mit der Musik noch Geld zu verdienen.
Touren und Merch,- die Alben die man produziert sind reine Werbung.
Merch wird man auf Tour noch am besten los. Aufgekratzt vom Konzert kaufen die Kids halt am ehesten Shirts, Caps und was sonst so angeboten wird.
Die echten Nostalgiker unter ihnen nehmen auch mal unser neustes Album mit.
Tja ich vermisse die guten alten CDs (oder gar LPs!)- mit den neuen Tonträgern konnte ich mich nie so recht anfreunden. Diese ganzen “Chipheads” sind mir auch nicht geheuer – sich mit 16 eine Datenbuchse in die Schläfe pflanzen? Musik direkt digital in das Gehirn laden? Das überlasse ich lieber der “Jugend von heute”.
Wenigsten die Hallen und Clubs in denen wir spielen haben sich in all den Jahren kaum geändert.
Ein Prinzip das heute genauso gut funktioniert wie früher. Ein paar Typen machen auf der Bühne Zirkus, und die Kids davor…. das ist der eigentliche Spaß. Wie ich schon sagte: dafür leben wir.
der “Wucher” der GEMA
18. Juni 2009
Was tun wenn CD-Verkäufe nix mehr einbringen? Na dann sucht man sich andere Einnahmequellen!
Das haben nicht nur die Plattenfirmen und Musiker inzwischen begriffen – auch die GEMA scheint darüber gestolpert zu sein!
So fordert die GEMA nun eine Beteiligung am letzten profitablen Sektor im Musikgeschäft: dem Geschäft mit Live-Musik.
Bislang müssen die Konzertveranstalter nicht allzuviel Umsatz an die GEMA abgegeben, bis 2014 möchte diese ihren Anteil an den Umsätzen der Konzertveranstalter aber deutlich steigern: 10 % der Einnahmen sollen dann an die Verwertungsgemeinschaft fließen.
Zur Zeit staffeln sich die Abgaben anch der Größe des Konzerts. So muss für Veranstaltungen mit bis zu 3.000 Zuschauern 1,9 % der Einnahmen an die GEMA fließen. Bei einer Show mit bis zu 15.000 Besuchern sind es 1,5%, darüber liegt man bei 3,6%.
Da diese Abgaben laut GEMA unangemessen niedrig seien, ist nun ein plus von 14% (bis 2014) geplant!
Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft (idkv), bezeichnet dies als Wucher. Es ist wohl offensichtlich das die GEMA nur deshalb auf diese Erhöhung gekommen ist, weil die Einnahmen durch CD-Verkäufe stark eingebrochen sind.
Ein paar Beispiele: Während nach Angaben der Verbände die Autorenvergütung bei einem beispielhaften Rockkonzert mit 1.200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liege, wolle die GEMA die Vergütung bis 2014 auf 2.580 Euro erhöhen. Bei einem Konzert mit 5.000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro sollen es künftig 18.000 Euro statt wie bisher 3.370 Euro sein.
Ein Angebot des Verbandes für eine moderatere Erhöhung der Beteiligung, hat die GEMA abgelehnt.
Tja, Geld regiert die Welt,- auch die GEMA ist nur ein Wirtschaftsunternehmen.
Allerdings regt sich Widerstand:
Es wurde eine Petition beim deutschen Bundestag eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe. Das Thema wird nur auf die Tagesordnung unseres Parlaments kommen, wenn bis 17. Juli 2009 – 50.000
Unterschriften zusammen kommen.
Am 14. Juni 2009 waren es knapp 3.500 Unterschriften. Sollte es nicht geschafft werden die 600% Erhöhung der GEMA Gebühren für Konzerte zu stoppen, werden weniger Clubs weniger Konzerte veranstalten wollen.
Hier der Link zur Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517
